Hagebutte
Hagebutte oder auch Hundsrose, Hetscherl, Hägen, Hiefe, Hagebutze und Rosenapfel, genannt.
Strauchartiges Dornen-Gehölz, erreicht eine Höhe von 2-2,5 Meter. Kommt in ganz Europa, in Teilen Asiens und in Nord-Amerika vor. Wächst gerne an Wegrändern, Bahndämmen, Wiesen, Brachflächen, in Wäldern und auf Trockenrasengebieten. Gesammelt werden die Früchte erst dann, wenn Sie eine leuchtend rote Farbe angenommen haben. Das ist meist,so zwischen September und Oktober, bevor die kälteren Nächte kommen.
Hagebutten sind richtige Vitamin C- Bomben. Zusätzlich noch Vitamin A, B1 , B2, angereichert mit wichtigen organischen Säuren und ätherischen Ölen, enthaltend.
Die Hagebutten können roh gegessen werden, jedoch müssen vorher die kleinen behaarten Kerne im Inneren, entfernt werden. Die Frucht wird auch zur Teezubereitung, frisch oder getrocknet, verwendet.
Häufig wird die Hagebutte zur Marmelade-Herstellung gesammelt.
Edelbrände und Weine werden ebenfalls daraus erzeugt.
Huflattich
Eine auf ganz Europa verbreitete Heilstaude.
Anzutreffen an Wegrändern, auf Wiesen, Feldern, in alten Kiesgruben, manchmal auch auf Brachflächen oder Bahndämmen.
Ab März kommen die dottergelben Blüten zum Vorschein.
Jeder einzelne Blütenkopf besteht aus einer Vielzahl winziger Einzelblüten.
Huflattich wird bis zu 35 cm hoch.
Seine nach Honig riechenden Blüten werden gesammelt und getrocknet.
Daraus wird ein schleimlösender, hustenreizlindernder Tee zubereitet.
Der Tee schmeckt normal bitter, daher sollte man Ihn mit Honig süßen.
Sehr gerne werden auch Lindenblüten und Holunderblüten beigemengt.
Auf ein Liter heißes Wasser, gibt man drei Suppenlöffel getrocknete Blüten, nach drei bis fünf Minuten, ist der Gesundheitstee trinkfertig.
Die Spitzmorchel
Ein Geheimtipp für angehende Pilzsucher und Liebhaber extravaganter Speisen.
Die Spitzmorchel wächst im Laub und Nadelwald, an Böschungen und an windgeschützten Stellen, auf Kalk und Lehmböden.
Sehr oft in Flußauen, sowie in der unmittelbaren Nähe von Waldbächen und Quellen.
Kommt machmal bereits im Februar, meist jedoch ab März, bis in den Juni hinein vor.
Eignet sich hervorragend zum Trocknen, entwickelt dadurch einen noch intensiveren Geschmack.
Frisch, wird Sie gerne zu Hühner oder Kalbsspeisen, verwendet.
Hut: Braun in verschiedenen Tönen, jung fleischrosa, spitzkegelig mit Längs- und Querrippen, die wabenartige Zwischenräume aufweisen.
Der Hut ist mit dem Stiel verwachsen, innen hohl, weißlich kleiig anzusehen.
3-8 cm hoch, 2-5 cm dick.
Stiel: Weißlich, fleischrosa, gelblich-braun;
zylindrisch rund, in Längsrichtung zart gefurcht.
2-12 cm lang, 1-2,5 cm dick.
Fleisch wachsartig, leicht brüchig, dünnhäutig, geruchlos, milder Geschmack.
Ähnlichkeit mit der Speisemorchel, die aber wie der Name schon besagt, essbar ist.
Bärlauch
Auch wilder Knoblauch genannt, gehört zu den Zwiebelgewächsen.
Wächst gerne auf humusartigen Böden und bevorzugt schattige Standorte. Bereits Ende Februar, kurz nach der Schneeschmelze, kommen schon die ersten spitzovalen Blätter zum Vorschein.
Die kurzstieligen Blätter werden zwischen 15-20 cm lang. Frisch geerntet eignet er sich am besten für den Verzehr und ist so auch am gesündesten. Bärlauch fördert die Verdauung, verhindert Arteriosklerose, wirkt blutdrucksenkend und vermindert so die Herzinfarkt und Schlaganfall-Gefahr.
Oft wird der frische Bärlauch fein gehackt in einen Kräuterquark gemischt, und ergibt so, einen herrlichen Brot-Aufstrich.
Außerdem werden Soßen, Suppen und Salate, Bratengerichte, Pizzen, Eierspeisen und Pesto, damit verfeinert.
Gekühlt kann man Bärlauchblätter 3-4 Tage aufbewahren. Im Bärlauch wurden sowohl krebshemmende, als auch entzündungshemmende Substanzen festgestellt.
Was findet man hier?
Tipps und Anleitungen, wie man pflanzliche Gratisgüter in der Natur sammelt.
So werden viele Spaziergänge in freier Natur, zu einem spannenden Erlebnis.
Wenn dabei, noch pflanzliche Leckerbissen gefunden und erbeutet werden, macht die Sache umso mehr Spaß.
Fast das ganze Jahr, hält die Natur viele kostenlose Schätze für uns bereit, wir müssen nur wissen, wann und wo wir die Schätze finden.
Pilze zum Beispiel, sind macherorts sehr begehrt und haben einen hohen Marktwert.
Der Pfifferling
Der meistverkaufte, wildwachsende Speisepilz in Europa.
Pfifferlinge wachsen gerne in Gruppen, auf teils moosigen Flächen, in Laub-, Misch- oder Nadelwäldern.
Hauptvorkommen von Mai bis November. Der Pilz eignet sich weder zum Trocknen, noch zum Einfrieren, da er dann einen bitteren Geschmack bekommt.
Dafür eignet er sich hervorragend zum Einlegen.
Hut dottergelb, mit 3-6 cm Durchmesser, jung kernig-knubbelig fleischig, am Rand eingerollt. Reifere Pilze dunkel bis orangegelb, dünnrandig, und den Hut nach oben aufgwölbt.
Stiel 3-8 cm lang, 1-3 cm breit, etwas heller als der Hut gefärbt.
Fleisch weiss, im Hut am Rand gelblich eingefärbt. Geruch unverwechselbar- schwach pfirsichartig.
Geschmack des rohen Pilzes, etwas pfefferig- leicht scharf anmutend.
Mancherorts gibt es auch den falschen Pfifferling, der aber leicht an seinem milden Geschmack zu unterscheiden ist.
Aber auch der falsche Pfifferling ist essbar, nur nicht so wertvoll wie das Original.
Kräuter, Blätter und Blüten
Als Sammelgut bevorzugt werden junge Exemplare, da diese besonders zart und aromaintensiv sind.
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, niemals Pflanzen die zuvor chemisch oder biologisch gedüngt wurden als Sammelgut verwenden. Das Sammeln von Pflanzen die Spuren einer Krankheit wie Mehltau oder Rost aufweisen, sollte ebenfalls vermieden werden. Wie beim Pilzesuchen, eignet sich auch hier ein luftdurchlässiger Weidenkorb, als idealer Sammelbehälter.
Riesenschirmling
Ein recht größwüchsiger Pilz, daher oft schon aus weiter Entfernung zu erkennen.
Sowohl im Laub und Mischwald, wie auch im Nadelwald heimisch. Sammelzeit von Juli bis November.
Wächst gerne in lichten Wäldern, oft auch auf Waldlichtungen und angrenzenden Wiesen.
Hut 12-35 cm Durchmesser, jung kugelig geschlossen und gänzlich ockerbraun mit abstehenden Schuppen. Später, wenn der Pilz aufschirmt ist der Hutrand hell bis weiss. Lamellen jung weiss, später rosa bis ins helle Braun.
Stiel 15-35 cm lang, 1-2,5 cm Durchmesser, von oben hell nach unten dünkler werdend. Trägt einen markanten geflockten Ring im oberen Drittel des Stiels.
Geerntet wird nur der Hut, der Stiel sollte unversehrt in der Erde stehen bleiben.
Ein äußerst beliebter und wohlschmeckender Speisepilz, der am besten wie ein Wiener Schnitzel herauspaniert wird.
Beilagentipp: Heurige kleine Petersilkartoffel und einen frischen, knackigen grünen Salat, guten Appetit!
Kann ohne Probleme eingefroren gelagert werden. Wichtig jedoch, den Pilz nicht unters Wasser halten, da er sonst an Geschmack verliert und matschig wird. Tipp: Pilze kann man auch elegant mit Druckluft reinigen, althergebracht tut es auch ein mittelweicher Haarpinsel.
Der Steinpilz
Hat einen breiten, fleischigen Hut, anfangs halbkugelig, später gewölbt.
Sein weißes Fleisch ist anfangs sehr fest und wird später etwas weicher.
Er hat einen sehr angenehmen Frischegeruch und einen milden Geschmack.
Der Pilz ist auch roh eßbar.
Die Frühjahrssteinpilze sind meist hellbraun bis ins weissliche braun.
Im Herbst hingegen, findet man dann, immer dünklere Exemplare, die fast schon schwarzbraune Färbung aufweisen können.
Vorkommen in Nadel und Mischwäldern, von Mai bis November.
Der Pilz ist standorttreu und wächst fast jedes Jahr an den gleichen Stellen.
Es ist daher ratsam, sich die Stellen zu merken, oder wer ein Navigationsgerät besitzt, die Fundorte abzuspeichern.
Der Steinpilz ist ein hervorragender Speisepilz, gebacken oder als Pilzsauce.
Eignet sich sehr gut zum Trocknen und Einfrieren.
Mancherorts wird er gerne in Essig oder in Öl eingelegt und so haltbar gemacht.



